Mit der Romanadaption von "Amerikanisches Idyll", für den der US-amerikanische Ausnahmeliterat Philip Roth (1933-2018) mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, lieferte der schottische Schauspieler Ewan McGregor ("Trainspotting") sein Regiedebüt ab.
Aus der Perspektive von Nathan Zuckerman (David Strathairn), Roths literarischem Alter Ego, wird die Geschichte einer Familie erzählt, die durch die terroristischen Aktivitäten der Tochter ruiniert wird.
Dabei verläuft das Leben von Seymour, "der Schwede", Levov (Ewan McGregor) in den USA der 1950er-Jahre zunächst noch wie am Schnürchen: Zu Schulzeiten wird der junge Mann mit den jüdischen Wurzeln als erfolgreicher High-School-Athlet bewundert. Er macht seinen Abschluss, heiratet die Schönheitskönigin Dawn (Jennifer Connelly) und übernimmt erfolgreich das Geschäft seines Vaters.
Dieses perfekte Leben gerät ins Wanken, als Seymours Tochter Merry (Dakota Fanning) im Jugendalter zunehmend renitenter wird und sich mit politisch motivierten Aktivisten einlässt. Es geht um die Abnabelung von der Elterngeneration - und vor allem um den Protest gegen die amerikanische Beteiligung im Vietnam-Krieg. Notfalls mit Gewalt.
„Amerikanisches Idyll“ zeigt den Zerfall des amerikanischen Traums und die Illusion von Kontrolle, wenn gesellschaftliche Umbrüche und persönliche Ideologien familiäre Bindungen im Handumdrehen zerstören können. Der Wunsch nach Stabilität und die Veränderung durch die äußeren Umstände zeigen sich in ihrer ganzen Unvereinbarkeit. Die eigentliche Tragödie aber liegt in der Selbsttäuschung, und in der Erkenntnis, dass jedes „Idyll“ nur eine fragile Konstruktion ist.
"Rundum einnehmend sind indes die Kostüme sowie das Produktionsdesign und die Kameraarbeit von Martin Ruhe, da sich die fatalen Veränderungen im Leben der Levovs auch in der Ausstattung, Lichtsetzung und Verwendung der Farben erkennen lassen. Überdies entfaltet die Musik von Alexandre Desplat eine ungeheure Wucht.
Fazit: Ewan McGregor hat aus dem Roman von Philip Roth einen spannungsreichen historischen Film von aktuellem Belang gemacht. Insbesondere das Spiel von Dakota Fanning als Tochter auf dem Irrweg ist beeindruckend." (Andreas Köhnemann, auf: spielfilm.de)
Mit der Romanadaption von "Amerikanisches Idyll", für den der US-amerikanische Ausnahmeliterat Philip Roth (1933-2018) mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, lieferte der schottische Schauspieler Ewan McGregor ("Trainspotting") sein Regiedebüt ab.
Aus der Perspektive von Nathan Zuckerman (David Strathairn), Roths literarischem Alter Ego, wird die Geschichte einer Familie erzählt, die durch die terroristischen Aktivitäten der Tochter ruiniert wird.
Dabei verläuft das Leben von Seymour, "der Schwede", Levov (Ewan McGregor) in den USA der 1950er-Jahre zunächst noch wie am Schnürchen: Zu Schulzeiten wird der junge Mann mit den jüdischen Wurzeln als erfolgreicher High-School-Athlet bewundert. Er macht seinen Abschluss, heiratet die Schönheitskönigin Dawn (Jennifer Connelly) und übernimmt erfolgreich das Geschäft seines Vaters.
Dieses perfekte Leben gerät ins Wanken, als Seymours Tochter Merry (Dakota Fanning) im Jugendalter zunehmend renitenter wird und sich mit politisch motivierten Aktivisten einlässt. Es geht um die Abnabelung von der Elterngeneration - und vor allem um den Protest gegen die amerikanische Beteiligung im Vietnam-Krieg. Notfalls mit Gewalt.
„Amerikanisches Idyll“ zeigt den Zerfall des amerikanischen Traums und die Illusion von Kontrolle, wenn gesellschaftliche Umbrüche und persönliche Ideologien familiäre Bindungen im Handumdrehen zerstören können. Der Wunsch nach Stabilität und die Veränderung durch die äußeren Umstände zeigen sich in ihrer ganzen Unvereinbarkeit. Die eigentliche Tragödie aber liegt in der Selbsttäuschung, und in der Erkenntnis, dass jedes „Idyll“ nur eine fragile Konstruktion ist.
"Rundum einnehmend sind indes die Kostüme sowie das Produktionsdesign und die Kameraarbeit von Martin Ruhe, da sich die fatalen Veränderungen im Leben der Levovs auch in der Ausstattung, Lichtsetzung und Verwendung der Farben erkennen lassen. Überdies entfaltet die Musik von Alexandre Desplat eine ungeheure Wucht.
Fazit: Ewan McGregor hat aus dem Roman von Philip Roth einen spannungsreichen historischen Film von aktuellem Belang gemacht. Insbesondere das Spiel von Dakota Fanning als Tochter auf dem Irrweg ist beeindruckend." (Andreas Köhnemann, auf: spielfilm.de)